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Hartnäckigkeit schlägt Talent

Sonntag, 17. April 2016 23:37

Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.
Samuel Beckett (1906 – 1989)

Ganz schön hartnäckig, dieser Beckett. Wobei – ein harter Nacken ist auch nichts wirklich angenehmes, gehört unter die Hand des Physiotherapeuten und erinnert an uneinsichtige Sturheit. Schließlich geht es darum, einerseits nicht zu früh aufzugeben, andererseits rechtzeitig zu erkennen, wann es wirklich keinen Sinn mehr macht, es weiter zu probieren.

Das Gegenteil von Sturköpfen sind die ängstlichen Aufgeber und Zurückschrecker: „Frau Topf, ich habe das einmal versucht. Es hat nicht funktioniert, ich mache das nie wieder!

Müßig zu fragen, wer erfolgreicher ist.

Auf einer Skala von 0 (gar nicht erst versuchen) bis 10 (Beckett): Wie beharrlich sind Sie? Und was könnten Sie tun, um mehr Durchhaltevermögen und Biß  zu bekommen?

 

 

Lass mich bloß in Ruhe!

Mittwoch, 13. April 2016 20:18

Ein Tabuthema: Übergriffige KollegInnen.
Danielle hat drei davon. Jede Stunde einmal kommt einer von ihnen in ihr Büro und sagt Sachen wie: „Da hast du schon wieder einen Fehler gemacht!“, „Du setzt die falschen Prioritäten.“, „So kannst du das unmöglich machen!“ Was bilden die sich ein? Danielle ist empört. Und total gestresst, weil das seit Monaten so geht. Dabei ist sie High Potential.
Der Chef fördert sie aktiv und hat ihr eine Führungsposition in Aussicht gestellt. Fachlich ist sie erste Sahne. Kann sich artikulieren, hat hohe Sozialkompetenz, ist bei allen beliebt – mit Ausnahme der drei Übergriffigen. Die haben es auf sie abgesehen. Eine(r) schießt immer quer? Das gehört zum Job? Das ist schlicht der Wahnsinn der Normalität? Das mag man so sehen. Ich halte diese Sichtweise für unmenschlich, effizienzvernichtend und firmenschädigend. Denn Danielle will das Unternehmen verlassen. Deshalb kommt sie ins Coaching.
Danielle hat erkannt „Wenn ich wechsle, nehme ich das Problem vielleicht mit. Ich kann mit übergriffigem Verhalten einfach nicht umgehen. Das möchte ich ändern. Wie mache ich das?“ Mit Abgrenzungsfähigkeit, im Amerikanischen bekannt als Assertiveness.
Danielle hat schon richtig vermutet: Sie hat auch einen Problemanteil. Zum Beispiel ihre Haltung. Bei jedem Übergriff nimmt sie eine (untergeordnete) Fragehaltung an, zum Beispiel:
„Da hast du ja mal wieder schönen Mist gebaut!“
„Wieso? Was stimmt nicht?“
Und schon doziert der Kollege zehn Minuten über Dinge, die Danielle längst klar sind. Aber Danielle fällt immer wieder darauf herein – eben weil sie nicht klarmachen kann, dass ihr das alles längst klar ist. Es dauert eine ganze Sitzung, ihr Dialogverhalten diesbezüglich umzustellen. Am Ende der Stunde – ich übernehme die Rolle des Übergriffigen – hat sie das drauf:
„Das ist ja wieder grottenfalsch!“
Danke für den Hinweis. Ich kümmere mich darum.“
„Aber du weißt doch gar nicht, was ich meine.“
„Doch, weiß ich. Wird erledigt.“
„Aber du hast noch gar nicht die Konsequenzen begriffen!“
Habe ich. Danke für den Hinweis. Außerdem: Jetzt nicht, es ist gerade ungeschickt. Wenn ich noch was brauche, komme ich heute Nachmittag auf dich zu.

 

Ende der Diskussion, Blick wieder zum Bildschirm, Schweigen. Danielle schreibt im Coaching eine Menge Mustersätze mit, mit denen sie ihr Schweigen einleiten kann, Führung im Gespräch übernehmen möchte. Begeistert ist sie davon nicht. Richtiger: Es fühlt sich für sie ungewohnt an.

Deshalb lautet Danielles „Hausaufgabe“ auch: Üben. Bis aus den ungewohnten Sätzen gewohnte Verhaltensmuster werden. Und zwar Üben in blamagefreien Kontexten: in der Familie, unter Freunden, in der Beziehung, im Verein. Einfach mal Nein sagen bei etwas, zu dem man auch gut und gerne Ja sagen könnte. Einfach mal ausprobieren. Immer mal wieder. Bis es vertraut wird. Und dabei beobachten.
Nach innen beobachten: Was kommt dabei hoch, wenn ich mich abgrenze, wenn ich mich selbstbestimmt artikuliere, wenn ich das sage, was mir gut tut? Meist sind es Gedanken und Gefühle wie: Das darfst du nicht! Das gehört sich nicht! Die sind viel schlauer als du! Der ist jetzt bestimmt sauer auf dich!
Diese Gedanken und Gefühle bitte ernst nehmen! Das heißt: Sich mit ihnen unterhalten. Zum Beispiel: „Okay, vielleicht ist er nach meinem Nein ein bisschen sauer auf mich. Halte ich das bisschen aus?“ Hilfreich ist auch die Erkenntnis, dass sich hinter jeder Abgrenzungsschwäche die Angst vor dem Verlust sozialer Anerkennung versteckt: „Wenn ich Nein sage, hat er/sie mich nicht mehr lieb!“ Dann kann man sich fragen: Muss ich Anerkennung unbedingt von diesem Menschen bekommen? Kann ich sie mir nicht woanders suchen? Im Detail hilft auch Achtsamkeit, Mindfulness.
Denn viele halten selbst die kleinste soziale Ablehnung geradezu körperlich nicht aus. Es tut einfach zu weh. Das ist nicht logisch, aber psychologisch. Manche Menschen spüren seelischen Schmerz einfach heftiger als andere. Deshalb sagen sie Ja, wo sie Nein sagen sollten. Weil der Schmerz eines Neins zu heftig wäre – für sie. Genau hier hilft Achtsamkeit; die Amerikaner sagen dazu: How to sit with painful emotions. Wie man schmerzhafte Gefühle aushält. Wie?
Indem man sie so detailliert und körperzentriert wie nur möglich „benamst“, zum Beispiel: „Aha, so fühlt es sich also an, wenn ich Nein sage und vermute, dass der andere sauer ist. Interessantes Gefühl. Drückt auf den Magen. Und etwas schwummerig im Kopf ist mir auch dabei.“ Das ist Achtsamkeit. Der Clou: Sie reduziert die emotionale Belastung umso drastischer, je öfter Sie das üben. Das kann man übrigens immer. Zum Beispiel jetzt. Was fühlen Sie? Wo? Wie? Wie heißt das? Passt der Name?
Abgrenzung ist nicht nur Danielles Problem. Es ist das Problem unserer Zeit. Arbeitsüberlastung, Stress, Unzufriedenheit, Rastlosigkeit, mangelnde Anerkennung und Burnout sind in letzter Konsequenz auch „nur“ versäumte Abgrenzungsaufgaben. Wir tun, was sich gut anfühlt, anstatt dessen, was gut für uns ist.
Natürlich sollte man nun nicht ins andere Extrem verrutschen und sich mit aller Macht abgrenzen: „Ach geh doch hin wo der Pfeffer wächst und lass mir meine Ruhe!“ (Es sei denn, man möchte wirklich mal mit der Faust auf den Tisch hauen.) Doch auch das ist reine Übungssache: Hart in der Sache, freundlich zur Person.
An den Arbeitsplätzen der Menschen führe ich oft gedanklich Strichliste. Und in einer ruhigen Minute frage ich dann: „Ich habe in den letzten zehn Minuten fünf Gelegenheiten zur Abgrenzung bemerkt, die Sie nicht wahrgenommen haben. Sie beklagen sich über Stress, mangelnde Anerkennung und Erfolgsdruck. Sie sagen, Sie können sich ganz gut durchsetzen. Aber Sie tun es nicht.“
Könnte es sein, dass Ihnen das nötige Training fehlt?

Buchtipps:

Einfach mal die Klappe halten – warum Schweigen besser ist als Reden http://bit.ly/1CeDqEA

Souverän! Wie Sie stark auftreten, auch wenn Sie sich nicht so fühlen http://bit.ly/1V1NPks

 

Wie wir unseren eigenen Erfolg leben

Mittwoch, 30. März 2016 11:24

Paul ist Ingenieur und jettet um die Welt. In vielen Ländern berät er Unternehmen zum Einsatz von komplexen Anlagen. Aber seit einem Jahr ist ihm der Job etwas verleidet, seit sein Chef zu ihm gesagt hat: „Ab sofort pushen Sie unser Aggregat XC45 was das Zeug hält!“ Leider passt das Aggregat zum Teil nur bedingt. Trotzdem muss Paul den Verkauf forcieren. Er macht das auch, kann sich aber selber dafür nicht leiden. Doch was soll er tun?
Solange er es tut, fliegt er weiter um die Welt, was er liebt, bekommt weiter Anerkennung vom Chef, verdient seinen Jahresbonus und sichert sich damit auch die Anerkennung seiner Familie. Typisches Dilemma?
Ja, wir leben alle mit solchen Dilemmata. Viele nehmen sie mit ins Grab, weil: „So ist der Job halt. Man kann nicht alles haben. Das gehört einfach dazu.“ Paul ist anderer Meinung. Er kommt ins Coaching. Ich frage ihn: „Warum sagen Sie dem Chef nicht mal die Meinung?“ Wie aus der Pistole geschossen antwortet er: „Sind Sie verrückt? Der macht mich rund!“  Ich frage ihn: „Wäre das für einen erwachsenen Mann so schlimm?“
Ja. Wie schon Kierkegaard sagte: „Der Mensch fürchtet am meisten, mit seiner Meinung allein zu sein.“ Die Furcht vor dem Verlust sozialer Anerkennung ist uns tief eingebrannt, hardwired, sagen die Neurobiologen. Denn im Neandertal bedeutete der Verlust des Wohlwollens der Sippe den sicheren Tod. Wer aus der Höhle verstoßen wurde, den fraß der Tiger draußen. Diese Furcht steckt uns immer noch in den Knochen, richtiger: In den Genen. Sie ist vererbt und wirkt daher völlig unbewusst. Was also tun?
Man macht sie sich bewusst. Damit verliert sie ihre Macht. Ich frage Paul „Für die Anerkennung von Chef, Partnerin und Kindern verraten Sie also Ihre Ideale?“ Paul schluckt schwer, weil er zum ersten Mal erkennt: Die Wahl zwischen Statuserfolg und persönlichem Erfolg ist kein Entweder-Oder („Ich schmeiß den Job hin!“ vs. „Ich buckle weiter bis ich tot umfalle.“). Sie ist ein sowohl als auch.
Nach zwei weiteren Sitzungen hat der junge Ingenieur diese Güterabwägung ganz gut drauf. Einem Kunden, zu dessen Anwendung das XC45 nicht wirklich passt, rät er zum XC20. Überraschung: Der Chef merkt das gar nicht! Ergo: kein Verlust sozialer Anerkennung! Die Umsatzeinbuße kann er durch den Abschluss eines Servicevertrages kompensieren.
Als er bei einem andere Kunden wieder in das gleiche Dilemma gerät, hilft ihm das Pain-Gain-Kalkül: „Was sehr belastet mich in diesem konkreten Fall ein Anraunzer vom Chef? Und wie sehr schmälert diese Belastung meine Zufriedenheit, die ich empfinde, wenn ich ehrlich berate?“ Paul sagt: „Solange der Zufriedenheitsgewinn größer ist als die Belastung durch den Anraunzer – solange bleibe ich mir selber treu!“ Klingt komplex?
Nein. Paul hatte dieses Kalkül nach insgesamt drei Sitzungen drauf. Es darf kein Reflex sein (Anpassung oder Trotz). Es sollte eine bewusste Wahlentscheidung sein. Es dauert eine Weile, bis wir diese Entscheidung auf wirklich jede der vielen Dutzend Situationen anwenden, in denen wir täglich versucht sind, unsere Ideale zu verraten. Aber diese Weile lohnt sich. Aus einem einfachen Grund. „Das höchste Glück ist die Persönlichkeit. Mit sich selbst eins zu sein“, so beschrieb das schon Goethe.
Übrigens: Pauls Chef kritisiert immer seltener. Er sagt: „Wie Sie mir manchmal die Stirn bieten – das passt mir nicht. Aber, Respekt, Sie haben Rückgrat. Und Sie bringen Ihre Zahlen.“
Das ist eine schöne Paradoxie: Wer freundlich, höflich und gut begründet seine Echtheit wahrt, verliert die soziale Anerkennung höchstens kurzfristig. Langfristig werden wir jedoch als aufrecht, authentisch, stark, „mit Rückgrat“ empfunden, respektiert und anerkannt.
Das wünsche ich Ihnen auch.

Was kommt eigentlich nach dem Erfolg?

Freitag, 18. März 2016 18:31

Sie haben Erfolg. Sie haben eigentlich alles, was man sich wünschen kann.Einen gut bezahlten Beruf, nette Freunde/Familie, Auto, Haus/Wohnung. Aber zufrieden? Glücklich, erfüllt?

Erstaunlicherweise sind das nur die wenigsten erfolgreichen und gut versorgten Zeitgenossen (wenn sie ehrlich sind). Man/frau  fühlt sich immer etwas unzufrieden. Deshalb leisten wir uns sich das größere Haus, den größeren Wagen, den zweiten Pool, die dritte Sauna. Leider hilft das Mehr nur kurzfristig. Selbst der 600-PS-Lamborghini verliert nach wenigen Wochen seinen Reiz. Gewiss: Als Statusobjekt „funktioniert“ er noch (der Nachbar bringt anhaltend grün vor Neid den Müll raus). Doch der Wagenhalter selber verspürt schon lange nicht mehr das Glück der ersten Tage (Parallelen zu Beziehungen, Umzügen, Gehaltserhöhungen und Beförderungen sind augenfällig). Was passiert hier?
Die große Desillusionierung: „Klassischer“ Erfolg macht nicht glücklich. Kurzfristig schon. Nachhaltig eher nicht. Als Lebensglück kann man das keinesfalls bezeichnen. Das ist erst mal hart. Diese Einsicht. Viele vermeiden sie mit großem Aufwand (besser mit der Lüge des Mehr, Mehr, Mehr zu leben – verursacht weniger kognitive Dissonanz). Sie wollen die bittere Erkenntnis vermeiden. Dabei ist diese nicht bitter, sondern befreiend: Wenn es dieser Erfolg nicht ist, welcher ist es dann?
In zwei Worten: Ihr eigener.
Viele von uns merken immer deutlicher: Ich habe Erfolg. Aber Lebensglück und Erfüllung ist das nicht. Weil? Weil es nicht Ihr Erfolg ist. Wir alle wissen, was die Gesellschaft und der Freundeskreis von uns erwarten. Aber was erwarten Sie vom Leben, vom Glück? Das sagen uns weder Familie noch Boss, Internet, Medien oder Gesellschaft. Erfolg macht glücklich – aber nur, wenn es Ihr eigener ist. Was ist Ihrer? Sagen Sie es laut! Schreiben Sie es auf! Es kommt nichts?
Bei den wenigsten kommt was. Eben weil man unter Statusdruck und Konsumzwang selten darüber nachdenkt, was einen wirklich glücklich macht. Leider führt kein Weg drum herum: Wer dauerhaft glücklich mit sich und dem Leben sein möchte, darf nicht (nur) dem gesellschaftlich sanktionierten Erfolg, sondern sollte (auch) seinem eigenen Erfolgsverständnis folgen. Es ist erfreulich, dass gerade in diesen Tagen immer mehr Menschen in meiner Coaching-Praxis ankommen, die genau dieses Verständnis gewinnen wollen: Was ist mein Erfolg?
Mir fällt der Vertriebsleiter ein, super erfolgreich, jedes Jahr seine Ziele übertroffen, aber: „Das ist schön, aber das gibt mir nicht mehr das wie früher. Ich bin keine 25 mehr. Was bringt es mir, die meisten Umsatzmillionäre in meinem Verkaufsgebiet zu haben? Ich würde am liebsten den ganzen Tag Großkunden helfen, innovative Lösungen für ihre Fertigungsherausforderungen zu finden. Aber mein Vorstand seiht das ganz anders.“ Dann ist die Sache klar: Pfeif auf den Vorstand! Kündige den Job! Ja?
Nein. Nicht bevor man die Freiheitsgrade ausnutzt, die sich nach der Erkenntnis der eigenen Erfolgsdefinition fast automatisch ergeben. Der Vertriebsleiter erfüllt weiterhin seine Ziele und macht seinen Vorstand glücklich. Aber er hat inzwischen viele seiner Aufgaben so repriorisiert und neu verteilt, dass er jetzt mehr Zeit für „seine“ Großkunden, seine Erfolgsdefinition hat. Er ist jetzt glücklich. Ohne Beförderung und ohne 600-PS-Lamborghini.
Echter Erfolg kommt nicht von außen, sondern von innen. Wenn man weiß, was einen wirklich glücklich macht.
Das ahnen die meisten von uns. Trotzdem schaffen Sie es nicht, Ihrer eigenen Erfolgsdefinition gerecht zu werden?
Lesen Sie die nächste Ausgabe.
Oder steigen Sie tiefer in die Materie ein http://www.business-netz.com/Mitarbeiterfuehrung/Gesundes-Fuehren-Echter-Erfolg

Job fressen Liebe

Mittwoch, 28. Oktober 2015 22:10

Liebe ist Privatsache? Das ist eine Frechheit! Millionen Beziehungspaare führen gemeinsam Handwerksbetriebe, Handels- und Familienunternehmen, arbeiten als offizielles oder heimliches Liebespaar im selben Unternehmen im selben Führungsteam oder er ist Abteilungsleiter bei Siemens und sie bei Bosch – und das soll Privatsache sein? Fragen Sie doch mal ein Beziehungspaar – und nehmen Sie schnell die Beine in die Hand. Vielleicht sind Sie sogar selber Teil eines Liebespaares in Führung? Wie die meisten Paare sauer auf die Paardiskriminierung durch den Job?

Denn wenn zwei führen, leidet und scheitert am Ende die Dritte und Vierte; erst die Beziehung, dann die Führungsqualität. Das ist schlimm für jedes Paar. Für Paare in Familien- und mittelständischen Unternehmen ist es der GAU. Schädigt der Job die Zweisamkeit, stirbt nicht nur die Beziehung, sondern ein ganzer Lebenstraum: „Es war für mich immer der Traum meines Lebens“, sagt Harald, freier Architekt, „Leben und Beruf mit meiner Partnerin zu teilen!“ Seit Wochen schon hat der gemeinsame Traum ein Loch.
Wenn er abends endlich von der Baustellen-Tour zurückkommt, überarbeitet sie mit seinen neuen Informationen „noch schnell“ die Bauplanung.Er sitzt währenddessen mit Pils und Sehnsucht vor der Glotze. Gemeinsamer Feierabend? Schon lange nicht mehr. Weil beide das schmerzlich vermissen, wirft sie ihm neuerdings seine monatliche Ausfahrt mit den Motorrad-Kumpels vor, während er neidisch ist auf ihren wöchentlichen Yoga-Abend. Es kriselt in der Beziehung. Inzwischen merken das auch die Kunden. Einer sagt: „Wenn die beiden sich scheiden lassen, ist der Laden futsch.“ Der Job frisst die Beziehung. Einmal abgesehen davon, dass eine Führungskraft, die Ärger in der Beziehung hat, erheblich an Führungsqualität einbüßt.

Viele Paare in der Führung nehmen das als gegeben, leben nebeneinander her, verbittern planmäßig oder legen sich pflegeleichte Liebschaften oder Hobbys zu. Andere meinen resigniert: „Paartherapie? Kommt für uns nicht in Frage.“ Eher zufällig fragte mich vor einiger Zeit eine Laborleiterin aus der Pharma-Industrie: „Sie haben mich doch schon in Karrierefragen gecoacht. Gibt’s auch ein Paarcoaching?“ Halb scherzhaft sagte ich: „Wenn Sie es schaffen, dass Ihr Partner mitmacht …“ Er schaffte es und seither mache ich bei jedem neuen Paar eine wiederkehrende, erstaunliche Entdeckung: Der schlimmste Feind von Paaren in der Führung ist nicht der Job, der die Beziehung killt. Nein, der Hund liegt woanders begraben.
Nämlich dort, wo Paare bereits derart beeinträchtigt sind vom übergriffigen Job, dass sie auf die einfachen und probaten Mittel der Paarführung gar nicht mehr von selber kommen. Weil auch die Kommunikation nicht mehr stimmt. Man siedet schon so lange im eigenen Saft, dass der kleinste Funke zur Explosion führt (pardon für die gemischte Metapher). Oder zum resignierten Rückzug. Eigentlich dieselbe Ausgangssituation wie beim Executive Coaching: Man(agerIn) braucht eine Tenniswand, den entscheidenden Impuls von außen.
Dieses Prinzip der Minimalintervention, der Anschubhilfe funktioniert beim Führungscoaching und es funktioniert beim Paarcoaching. Damit die Liebe hält und wächst – und die eigene Führungsqualität im Job mit ihr.

Das ist Chuzpe!

Montag, 13. Juli 2015 22:53

Grad klagt mir ein Coaching-Klient, Mittelmanager: „Unser Geschäftsführer outsourct uns zu Tode! Früher, wenn mein Rechner mitten in der Tabelle abstürzte, habe ich unsere IT angerufen und die waren in zehn Minuten da. Heute muss ich mit Indien sprechen, die verstehen mich nicht, ich verstehe die nicht, vorbeischauen können die auch nicht, wir radebrechen mühsam 20 Minuten und mein Rechner läuft danach immer noch nicht!“ Kennen Sie?
Kennen wir alle inzwischen. In wirklich jedem größeren Unter-nehmen, in dem ich unterwegs bin, beklagen die mittleren und unteren Ebenen den Outsourcing-Koller. Immer mehr wird ausgelagert, die Wege werden immer länger, die Reaktionszeiten größer, man hat keinen Durchgriff mehr, oft nicht einmal einen Ansprechpartner. Wir werden zwar immer billiger, aber auch immer abhängiger, hilfloser, spezialisierter, entkernter, fremdgesteuerter, langsamer, unflexibler, umständlicher, bürokratischer. Dass das ein böses Ende nehmen wird, ist unterhalb der Vorstandsebene jedem klar. Ihnen auch? Was tun Sie dagegen?
Als Antwort höre ich häufig: „Der Einzelne hat keine Möglichkeit, sich zu wehren. Wenn das die Geschäftsleitung entscheidet, was soll man da machen?“ Nicht denselben Fehler wie der Chef! Wer sich abhängig macht, kommt in der Abhängigkeit um. Gewinn ist schön, Kosteneinsparungen auch – leider nur kurzfristig. Menschen, Manager und Unternehmen, die dagegen auch langfristig ein gutes, erfolgreiches, von Fremdbestimmung weitgehend freies Leben führen, schielen nicht einäugig auf den kurzfristigen Gewinn, sondern mit dem zweiten Auge auf Tugenden, die nachhaltiges Überleben und Erfolg sichern: Weitgehende Autonomie, selbstständiges Denken und Handeln, Vermeidung unnötiger Abhängigkeiten. Das ist nicht populär?
Gut erkannt. Man muss sich heutzutage schon heftig gegen die Versuchungen der Zeit abgrenzen können und wollen, um sich aus der Abhängigkeitsmode zu befreien. Man macht sich kurzfristig unbeliebt, wenn man sich gegen den Trend zur Unvernunft stellt. Viele ertragen diese Unbeliebtheit nicht: „Es ist falsch, aber von den Kollegen sagt auch keiner ein Wort, also …“ Viele trauen sich schlicht nicht: „Ich finde es nicht gut, aber ich halte lieber die Klappe.“ Manche haben Angst vor dem Risiko: „Es könnte ja auch schiefgehen – also lasse ich es lieber.“ Und so schwimmen sie mit in der Woge der Lemminge, immer auf die Klippe zu. Davor verspüren Sie eine innere Abscheu?
Gut für Sie. Sie wollen Ihr eigenes Leben leben, Ihr eigenes Ding durchziehen, selbstbestimmt bleiben. Das ist ein gutes Ziel, aber noch viel wichtiger: Die richtige Einstellung. Der erwähnte Manager hat sich damit aus der Abhängigkeit befreit. Er hat in der Nachbarabteilung einen IT-Crack aufgetan. Der bringt seinen Rechner jetzt fallweise wieder zum Laufen. Schnell und flexibel und: „Wenn andere gerne abhängig sind … Ich bin es nicht.“ Das ist Chuzpe. Der Mut, gegen den Strom zu schwimmen. Dieser Mut wird belohnt. Dreifach. Zum ersten mit dem unmittelbaren Erfolg: Rechner läuft. Zum zweiten mit der Reduktion von Abhängigkeit. Und zum dritten durch die überragende Gewissheit: Ich lasse mich nicht fremdbestimmen. Ich lebe mein eigenes Leben, ich manage mein eigenes Ding.

Maschine für Kontakte

Dienstag, 07. Juli 2015 15:45

Wussten Sie schon?

Ich wusste es bis vor kurzem nicht. Es gibt „Kontaktpartys“, „Kontaktgeneratoren“ und „Kontaktmaschinen“.

Das sind keine Geräte, die man neben Stabmixer und Kaffeemaschine im Elektroeinzelhandel bekommt. Das sind Maschinen der Moderne.
Gehen wir davon aus, dass diese Veranstaltungen ihren Zweck erfüllen und allen Teilnehmenden viel Freude ob der vielen neu gewonnenen Kontakte machen. Aber jetzt mal ehrlich: Maschinen?
Fassen wir zusammen: Kontakte werden heutzutage maschinell erzeugt. Massenproduktionsmäßig. Der menschliche Kontakt wurde kapitalisiert, maschinisiert, automatisiert, optimiert und ökonomisiert. Man/frau hat heute keine Beziehung mehr. Man hat Kontakte nach dem Kompetitivprinzip: „Ich habe 200 Kontakte mehr als du. Vollpfosten!“ Facebook ist der Ausbruch aus dem Digitalghetto in die reale Welt gelungen. In Zeiten, in denen im Schnitt jede zweite Ehe geschieden wird und 90 Prozent aller Beziehungen scheitern ist das Herausragende am maschinell generierten Kontaktkoller die eklatante Beziehungslosigkeit.

Die Sucht nach sozialer Anerkennung hat vollends die Beziehungsfähigkeit verdrängt. Eh, Alter, mein neuester Kontakt ist Hui Woo aus China! Keine Ahnung, ob das der Axtmörder von Shanghai ist oder der aktuelle Friedensnobelpreisträger – aber hey, Alter, aus China! Und was hast du zu bieten? Kein‘ Chinesen, dafür vier Mexikaner. Vier Mexe gegen einen Chinamann, nicht schlecht, Alter.

Ach, und jetzt sind Sie mir böse, weil ich ausschreibe, welch Geistes Kind hinter dem munter tobenden narzisstischen Kontaktwahn steckt?
Kontakte sind das neueste Zeitgeistsymptom unserer galoppierenden Beziehungslosigkeit, die mit einer digital keineswegs verursachten, sondern lediglich vom Digitalismus verstärkten Sprachlosigkeit einhergeht. Wir können kontakten, aber wir können keine fünf harmonischen Sätze zum Beispiel mit unserem Pubertier wechseln. Und daran soll allemal das Pubertier schuld sein? So zumindest lautet die Rechtfertigungshypothese der Beziehungsindolenten. Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld.

Wann haben Sie das letzte Mal fünf Minuten normal, vorwurfs- und eskalationsfrei mit einem Menschen über Menschliches (nicht Wetter, Beruf oder Sport) geredet? Schon länger als zwei Wochen her? Sie liegen im Schnitt, nein, besser: Voll im Trend! Wie geil ist das denn? Wir haben keine Beziehungen, wir haben Kontakte.

Wie blöd ist Vertrauen?

Mittwoch, 01. Juli 2015 14:02

Muss man ein wenig blöd sein, wenn man ihnen heute noch vertraut – den Medien, dem Internet, den Politikern, dem Chef, dem Lebenspartner, den Institutionen und Behörden, dem Schicksal, den Banken, der Kirche …? Offensichtlich meinen viele das.

Denn wir leben im Zeitalter des galoppierenden Misstrauens. „Wir bewohnen ein Klima des Vertrauens, so wie wir in der Atmosphäre leben; wir nehmen es wahr wie die Luft, nämlich erst dann, wenn es knapp wird oder verschmutzt ist“, sagt Annette C. Baier, US-amerikanische Philosophin.

Genau diese Verknappung und Verschmutzung scheint derzeit um sich zu greifen. Das allgemeine Misstrauen wächst, wohin man schaut. Eine aktuelle Umfrage der ZEIT belegt: Nur noch 39 Prozent der Befragten haben großes bis sehr großes Vertrauen in die Medien. 60 Prozent haben wenig bis gar kein Vertrauen mehr in das, was sie täglich hören, lesen und in TV und Internet konsumieren. Erstaunlich daran ist nicht das exorbitante Ausmaß des Misstrauens. Erstaunlich ist vielmehr, dass wir nicht bemerkten wie wir den Ast abgesägt haben, auf dem wir sitzen. Der Verlust des Vertrauens ist nämlich keine Bagatelle. Er ist existenziell.

„Wenn man einem Menschen trauen kann, erübrigt sich ein Vertrag. Wenn man ihm nicht trauen kann, ist ein Vertrag nutzlos“, sagte Paul Getty. Und ein Verlagsmitarbeiter, mit dem ich den Vertrag für ein neues Buch aushandelte, meinte einmal: „Frau Topf, diese Verträge sind doch das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Zwingen Sie mal einen Autoren vor Gericht zum Liefern, wenn er behauptet, er habe eine Schreibhemmung.“

Ohne Vertrauen zerbrechen nach und nach die Säulen unserer Zivilisation; vom Vertragswesen bis zur Ehe. Ohne Vertrauensatmosphäre schützt uns kein zehn Kilo schweres Gesetzeswerk davor, aus dem geringsten Anlass heraus mit Karacho übern Tisch gezogen zu werden. Und trotzdem verweigern wir modernen Menschen einander und den Institutionen immer stärker dieses Vertrauen. Warum?

Niklas Luhmann ahnte es. Er nannte Vertrauen eine „riskante Vorleistung“. Deshalb wird überall Vertrauen eingefordert – aber nur selten geschenkt. Wer möchte in unseren unsicheren Zeiten schon das Risiko eingehen, in Vorleistung zu treten und dann enttäuscht zu werden? Andererseits: Blind zu vertrauen ist ebenso schädlich. Zwischen blankem Misstrauen und Vertrauensseligkeit die Waage zu halten ist ein anspruchsvoller Balance-Akt. Doch je öfter man sich in dieser Balance übt, per Coaching oder Do-it-yourself, je sicherer man beim Verteilen von „Vertrauensvorschuss“ wird, desto mehr lohnt sich das: Weil dann nämlich ungeheuer viel zurückkommt.

Es kommt Vertrauen zurück. Vertrauen folgt dem Prinzip der Reziprozität: Do ut des, wie das lateinische Sprichwort lautet, das Bismarck gerne zitierte. Ich gebe, damit mir gegeben wird. Das funktioniert. Tatsächlich. Nicht immer. Doch einzelne Ausnahmen sollten uns nicht davon abhalten, dieses Prinzip zu praktizieren: Wenn nämlich keiner sich bewegt, geht gar nichts mehr – siehe Griechenland und andere Patt-Konflikte.

Die Kunst besteht lediglich darin, nicht blind Vorschuss zu geben – dann ist man/frau nämlich tatsächlich der/die Doofe. Es geht darum, vor Vergabe des Vertrauensvorschusses zu prüfen: Besteht Aussicht darauf, dass mein Vertrauen belohnt und erwidert wird? Oder werde ich aller Voraussicht nach – wieder einmal – ausgenutzt werden? Diese Abwägung fällt uns umso leichter, je öfter und reflektierter wir sie im Kleinen trainieren. Vertrauen ist, obwohl doch eines unserer höchsten Güter, dann in der praktischen Umsetzung doch „nur“ wieder reine Trainingssache? Ja, in der Tat – vertrauen Sie mir.

 

 

 

 

Schweigen ist Stärke

Donnerstag, 18. Juni 2015 20:19

Was machen Sie, wenn Ihnen jemand etwas vorwirft, Ihnen komisch kommt, Sie von der Seite anquatscht?
Welche Frage! Natürlich: Man/frau wehrt sich! Natürlich?

Da schweigt eine Angeklagte vor Gericht – seit zwei Jahren. Im NSU-Prozess. Warum? Wozu? Die forensische Psychiaterin Heidi Kastner sagt (im taz-Interview): „Schweigen kann (…) Kraft geben. Man schafft das Gefühl: Ich bin der, der sich vorbehält, etwas zu sagen oder nicht. Ich lasse nicht zu, dass ihr auf mich zugreift. Zerbrecht euch den Kopf über mich. Aber ich werde euch nichts sagen. Schweigen ist eine massive Waffe. Es kann ein Werkzeug sein, den anderen hilflos zu machen.“
Und nicht nur das.
Schweigen ist auch ein wirksames Mittel, um Eskalation zu verhindern, in einem sich erhitzenden Gespräch nicht auch noch Öl ins Feuer zu gießen. Wenn Schweigen so nützlich und wirkmächtig ist, warum wenden wir es dann so selten an?
Weil wir es nicht gewohnt sind. Unser verbaler Kniesehnenreflex hat uns fest im Griff: Kaum sagt einer etwas, müssen wir auch sofort etwas dazu erwidern. Wer schweigen will, muss üben. Wenn wir das in Coaching oder Seminar tun, dann sagen viele bass erstaunt: Das gibt Kraft! Überlegenheit! Souveränität! Wer schweigt, dem/der kann man nicht. Wer schweigt, sagt, nein demonstriert: Du kannst mich nicht erschüttern. Oder auch: Für sowas geb ich mich doch nicht her.
Wobei es einen Unterschied zwischen schweigen wollen und schweigen müssen gibt. Wer schweigt, weil er/sie außer sich vor Wut, Frust, Scham ist, wirkt schwach. Das ist defensives Schweigen. Aber ganz bewusst die Antwort zu kennen und sie dem anderen vorzuenthalten – das ist etwas anderes. Man sagt: Das Wort ist mächtiger als das Schwert. Schweigen – richtig angewandt – ist mächtiger als das Wort.
Man muss nicht schweigen – aber man kann. Es ist ein Instrument im Köcher der Möglichkeiten. Wer spontan und unreflektiert alles Dahergeredete sofort erwidern muss, hat keine Wahl und damit ein Problem. Wer in derselben Situation auch wahlweise schweigen kann, hat mehr Möglichkeiten – und mehr Charisma, wie die US-Forscherin Olivia Fox Cabane herausgefunden hat: Menschen, die erst zwei Sekunden schweigen – einundzwanzig, zweiundzwanzig – bevor sie zum Beispiel auf eine Frage antworten, werden von anderen als charismatisch wahrgenommen. So einfach kann Charisma sein, so wirksam ist Schweigen. Wer auch schweigen kann, hat mehr Möglichkeiten. Gelegenheiten dafür finden Sie täglich mehr als genug. Welche wollen Sie nutzen? Wann wollen Sie Ihr Gegenüber mit einem überlegenen, souveränen Schweigen überraschen – und von sich überzeugen?

Übrigens: Wer mehr über dieses wirkmächtige Instrumente wissen möchte

http://bit.ly/1CeDqEA

„Ein Mensch – das trifft man gar nicht selten – der selbst nichts gilt, lässt auch nichts gelten“

Mittwoch, 03. Juni 2015 15:05

Ist das nicht ein wunderbarer Satz von Eugen Roth? Überhaupt: Eugen Roth. Der hat noch viele andere Weisheiten in Reimform gebracht. „Am ärgsten fällt der Größenwahn oft grad die kleinen Leute an.“ Genial. Ob Napoleon oder Kleingeist – sie alle dürften gemeint sein. Und regt uns das nicht zu vielem an, zum Nachdenken über die Quellen des eigenen Größenwahns oder die eigenen Unzulänglichkeitsgefühle? Und wollen wir nich alle am liebsten souverän und charismatisch wirken? Mehr zu diesemm Thema finden Sie hier: http://bit.ly/1QFvbxs

Apropos reimen. „Ottos Mops kotzt“ – der unvergleichliche Ernst Jandl lässt sein univokales Gedicht auf „ogottogott “ enden. „Ottos Mops kotzt in Connys Topf“ ist dagegen nur eine bedingt korrekt nachgedichtete Variante. „Hose reimt sich auf Dose, nicht jedoch auf Pullover.“ Das zu erkennen bereitet Kindern aus bildungsfernen Schichten selbst Monate nach Schulbeginn oft große Probleme, heißt es in der ZEIT-Serie über Intelligenz.

„Wörter und Gesten, Lieder und Reime – ohne solches Hirnfutter kann sich unsere Intelligenz nicht richtig entfalten. Mit drei Jahren haben manche Kinder 30 Millionen Wörter mehr gehört als andere“  liest man ebenda – und damit sind nicht Wörter aus dem TV gemeint. Sprechen Sie mit Ihren Kindern, lesen Sie vor, singen Sie, verfüttern Sie Bücher und verbannen Sie sämtliche elektronischen Medien weitestgehend aus dem Kinderzimmer – eine Investition in die Intelligenz, die sich ver-millionenfacht.