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63 Semester Beharrlichkeit und Ausdauer

Wenn das keine Leistung ist, rein vom Durchhaltevermögen her:  Nach 63 Semestern und mit 61 Jahren ist Werner Kahmann nun endlich „Ingenieur für Technische Gebäudeausrüstung“. Was wohl  die Lehrinhalte von damals beim Studienbeginn 1973 mit den heutigen noch gemeinsam haben, wo es doch den Diplomstudiengang, in dem er mal begann, auch schon seit 2 Jahre in seinem Studienort Köln gar nicht mehr gibt?

Auch Cord Wöhlke, 63, Geschäftsführer der Drogeriekette Iwan Budnikowski in Hamburg, immerhin die 4. Größte in Deutschland hinter dm, Rossmann und Müller gibt auf die Frage, welche Charaktereigenschaft er am meisten schätze, an: Beharrlichkeit.

Und eine  fernöstliche Weisheit, vermutlich sehr viel älter, sagt: „Nimm Dein Versagen an und lerne Demut! Wenn du das tust, macht es dir auch nichts mehr aus, in deinem Bemühen immer wieder von vorne anzufangen.“

Heißt im Falle Kahmann, sich 3 mal zu ex- und wieder zu immatrikulieren und 68 statt der vorgeschriebenen 35 Prüfungen zu machen. Bestätigt möglicherweise auch die sogenannte  10-Jahresregel, von der Forscher und Wissenschaftler, die sich mit Spitzenleistungen beschäftigen, sprechen: So lange muss man hart arbeiten und üben, um auf einem Gebiet wirklich erfolgreich zu sein – gleich ob es sich um Unternehmensführung, Schreiben brillanter Bücher oder Entwerfen genialer Mode handelt. Und wenn es stimmt, dass es bis zur echten Gleichberechtigung der Geschlechter noch mehrere hundert Jahre dauert, kann man den Frauen dieser Welt nur zurufen: „Haltet durch, Mädels“

Graben wir sie also wieder aus, die vergessenen Tugenden Geduld, Ausdauer, Beharrlichkeit, Disziplin, Frustrationstoleranz, frei nach dem Motto: Mehr Geduld, aber bitte flott!

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