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Gespräche planen – geht das überhaupt?

“Wenn ich nicht so reden kann, wie mir der Schnabel gewachsen ist, dann bin ich doch nicht authentisch – und schauspielern kann ich nicht.“  Oft  höre ich das oder ähnliches in Seminaren und Coachings.  „Und außerdem verträgt sich Planung nicht mit Spontaneität und Schlagfertigkeit.“

Gewiss, Gesprächsleitfäden sind ein Relikt aus den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Kein ernstzunehmender Gesprächspartner wird sich heute noch an mehr oder weniger auswendig Gelerntem orientieren. Das wirkt steif, lächerlich und unflexibel.

Auf der anderen Seite ist es erstaunlich, wie viele Menschen ein Gespräch, bei dem sie etwas erreichen wollen –  sei es mehr Gehalt, einen attraktiveren Job, eine tragfähige Vereinbarung mit dem Partner,  eine Zielvereinbarung mit Mitarbeitern oder ein committment mit den eigenen Kindern – mit einer Reise ins Blaue verwechseln.

„Man muss das Ziel kennen, bevor man das Verkehrsmittel wählt“, sagt der Volksmund.

Ein klares Gesprächsziel (Was will ich erreichen?) ist Voraussetzung, um die zielführenden Verkehrsmittel – in diesem Fall die kommunikativen Werkzeuge – zu wählen.

Mauern, blocken, tarnen und täuschen, irritierende Bemerkungen, Du-Botschaften – oder doch lieber fragen, Gemeinsamkeiten betonen, Zwischenergebnisse zusammenfassen, nächste Schritte ankündigen, Ich-Botschaften? Die Auswahl an strategischen und taktischen Werkzeugen ist groß.

„Wer nur den Hammer kennt, für den sieht jedes Problem wie ein Nagel aus“ – diese Volksweisheit weist den Weg in die richtige Richtung:

Viele kommunikative Werkzeuge haben und möglichst zum zielführenden greifen.

Immer wieder trainieren. Auch einen Marathon läuft man ja schließlich nicht aus dem Stand.

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