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Empathie in der Führung

Heute telefonierte ich mit einer guten Freundin, Feinwerktechnikerin.

Sie führt 70 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Sie hat eine geniale Mischung aus Direktheit und dem, was sie „mütterlichen“ Führungsstil nennt. Sie ist kompetent und beliebt bei ihren Mitarbeitern.

Wie jede gute Führungskraft macht sie sich Gedanken über ihre Stärken und Schwächen. Und manches Mal, so meint sie, müsse sie in Zukunft  weniger Rücksicht auf die persönlichen Belange ihrer Mitarbeiter nehmen. Es sei  schon vorgekommen, dass Mitarbeiter mit Hinweis auf ihre persönliche familiäre oder psychische Situation über lange Zeiträume nur sehr eingeschränkte Leistung erbracht hätten, ohne dass im Mindesten die Bereitschaft erkennbar gewesen sei, etwas daran zu verbessern.

Zuviel weibliche Empathie? Zu große Betroffenheit durch Mitarbeiterbelange bei manchen Frauen, zu wenig bei einigen  Männern, frei nach dem Motto: „Die Leute sollen ihre privaten Probleme auf dem Parkplatz abgeben?

Wünschen auch Sie sich taffere Chefinnen und  empathischere Chefs?

Oder geht die Entwicklung sowieso schon dahin und ist das gut so?


Ein Kommentar zu “Empathie in der Führung”

  1. Claire
    November 7th, 2011 21:00
    1

    Ich denke, wir sind auf einem guten Weg in beide Richtungen. Aber solche Anstöße zu lesen ist immer wieder wichtig, vor allem für uns Frauen, doch ein ganz klein wenig von der uns eigenen Empathie auf dem Parkplatz abzugeben. Aber nicht zu viel, sonst geht das Pendel wieder in die andere Richtung! Danke für diese schönen Denkanstöße.

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