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Gluschtig, was die Sprache so alles bietet

Gluschtig – Sie wissen nicht, was das heißt?
Ich auch nicht. Hört sich aber so plastisch an, dass ich mir was darunter vorstellen kann. Gluschtig – so schrieb mir eine Auftraggeberin aus der Schweiz – hörten sich meine Vortragsthemen an.
Ich finde, sie hören sich nicht nur so an, sondern sie sind auch so – und hoffe, es ist was positives.
Bei der „Harndurchreiche“ meines Urologen bin ich mir da nicht so sicher. Harn-durch-Reiche – das Märchen vom Harn, der durch viele Königreiche floss oder reich durch Harn? Der Urologe wird´s wissen.
Da lobe ich mir doch die „Ins-Licht-geh-Abende“, die früher in der dunklen Jahreszeit im tiefen Schwarzwald üblich waren. Um Strom zu sparen, wurde nur in einem einzigen Haus Licht gemacht, dort traf man sich dann zur gemeinsamen Abendgestaltung – ein früher Vorläufer der „Atomkraft-Nein-Danke-Bewegung.“? Die Stadt Bühl belebt diese Tradition im Oktober wieder neu.
Wahrscheinlich war es dort immer noch recht schummrig und es würde mich nicht wundern, wenn die Umdichtung meines Buchtitels „Verhandlungsführung für Frauen“ in „Verführung für Frauen“ bei solchem Lichte entstanden wäre. Danke für die Themenanregung, liebe Frau K. aus S.
Anregend kreativ und schlagfertig auch die Reaktion der Rednerin W. auf das Kikeriki eines Handy-Klingeltones mitten in Ihrer Rede: „Solange noch die Hähne nach mir krähen…“

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