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Was kommt eigentlich nach dem Erfolg?

Sie haben Erfolg. Sie haben eigentlich alles, was man sich wünschen kann.Einen gut bezahlten Beruf, nette Freunde/Familie, Auto, Haus/Wohnung. Aber zufrieden? Glücklich, erfüllt?

Erstaunlicherweise sind das nur die wenigsten erfolgreichen und gut versorgten Zeitgenossen (wenn sie ehrlich sind). Man/frau  fühlt sich immer etwas unzufrieden. Deshalb leisten wir uns sich das größere Haus, den größeren Wagen, den zweiten Pool, die dritte Sauna. Leider hilft das Mehr nur kurzfristig. Selbst der 600-PS-Lamborghini verliert nach wenigen Wochen seinen Reiz. Gewiss: Als Statusobjekt „funktioniert“ er noch (der Nachbar bringt anhaltend grün vor Neid den Müll raus). Doch der Wagenhalter selber verspürt schon lange nicht mehr das Glück der ersten Tage (Parallelen zu Beziehungen, Umzügen, Gehaltserhöhungen und Beförderungen sind augenfällig). Was passiert hier?
Die große Desillusionierung: „Klassischer“ Erfolg macht nicht glücklich. Kurzfristig schon. Nachhaltig eher nicht. Als Lebensglück kann man das keinesfalls bezeichnen. Das ist erst mal hart. Diese Einsicht. Viele vermeiden sie mit großem Aufwand (besser mit der Lüge des Mehr, Mehr, Mehr zu leben – verursacht weniger kognitive Dissonanz). Sie wollen die bittere Erkenntnis vermeiden. Dabei ist diese nicht bitter, sondern befreiend: Wenn es dieser Erfolg nicht ist, welcher ist es dann?
In zwei Worten: Ihr eigener.
Viele von uns merken immer deutlicher: Ich habe Erfolg. Aber Lebensglück und Erfüllung ist das nicht. Weil? Weil es nicht Ihr Erfolg ist. Wir alle wissen, was die Gesellschaft und der Freundeskreis von uns erwarten. Aber was erwarten Sie vom Leben, vom Glück? Das sagen uns weder Familie noch Boss, Internet, Medien oder Gesellschaft. Erfolg macht glücklich – aber nur, wenn es Ihr eigener ist. Was ist Ihrer? Sagen Sie es laut! Schreiben Sie es auf! Es kommt nichts?
Bei den wenigsten kommt was. Eben weil man unter Statusdruck und Konsumzwang selten darüber nachdenkt, was einen wirklich glücklich macht. Leider führt kein Weg drum herum: Wer dauerhaft glücklich mit sich und dem Leben sein möchte, darf nicht (nur) dem gesellschaftlich sanktionierten Erfolg, sondern sollte (auch) seinem eigenen Erfolgsverständnis folgen. Es ist erfreulich, dass gerade in diesen Tagen immer mehr Menschen in meiner Coaching-Praxis ankommen, die genau dieses Verständnis gewinnen wollen: Was ist mein Erfolg?
Mir fällt der Vertriebsleiter ein, super erfolgreich, jedes Jahr seine Ziele übertroffen, aber: „Das ist schön, aber das gibt mir nicht mehr das wie früher. Ich bin keine 25 mehr. Was bringt es mir, die meisten Umsatzmillionäre in meinem Verkaufsgebiet zu haben? Ich würde am liebsten den ganzen Tag Großkunden helfen, innovative Lösungen für ihre Fertigungsherausforderungen zu finden. Aber mein Vorstand seiht das ganz anders.“ Dann ist die Sache klar: Pfeif auf den Vorstand! Kündige den Job! Ja?
Nein. Nicht bevor man die Freiheitsgrade ausnutzt, die sich nach der Erkenntnis der eigenen Erfolgsdefinition fast automatisch ergeben. Der Vertriebsleiter erfüllt weiterhin seine Ziele und macht seinen Vorstand glücklich. Aber er hat inzwischen viele seiner Aufgaben so repriorisiert und neu verteilt, dass er jetzt mehr Zeit für „seine“ Großkunden, seine Erfolgsdefinition hat. Er ist jetzt glücklich. Ohne Beförderung und ohne 600-PS-Lamborghini.
Echter Erfolg kommt nicht von außen, sondern von innen. Wenn man weiß, was einen wirklich glücklich macht.
Das ahnen die meisten von uns. Trotzdem schaffen Sie es nicht, Ihrer eigenen Erfolgsdefinition gerecht zu werden?
Lesen Sie die nächste Ausgabe.
Oder steigen Sie tiefer in die Materie ein http://www.business-netz.com/Mitarbeiterfuehrung/Gesundes-Fuehren-Echter-Erfolg

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