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„Ein Mensch – das trifft man gar nicht selten – der selbst nichts gilt, lässt auch nichts gelten“

Ist das nicht ein wunderbarer Satz von Eugen Roth? Überhaupt: Eugen Roth. Der hat noch viele andere Weisheiten in Reimform gebracht. „Am ärgsten fällt der Größenwahn oft grad die kleinen Leute an.“ Genial. Ob Napoleon oder Kleingeist – sie alle dürften gemeint sein. Und regt uns das nicht zu vielem an, zum Nachdenken über die Quellen des eigenen Größenwahns oder die eigenen Unzulänglichkeitsgefühle? Und wollen wir nich alle am liebsten souverän und charismatisch wirken? Mehr zu diesemm Thema finden Sie hier: http://bit.ly/1QFvbxs

Apropos reimen. „Ottos Mops kotzt“ – der unvergleichliche Ernst Jandl lässt sein univokales Gedicht auf „ogottogott “ enden. „Ottos Mops kotzt in Connys Topf“ ist dagegen nur eine bedingt korrekt nachgedichtete Variante. „Hose reimt sich auf Dose, nicht jedoch auf Pullover.“ Das zu erkennen bereitet Kindern aus bildungsfernen Schichten selbst Monate nach Schulbeginn oft große Probleme, heißt es in der ZEIT-Serie über Intelligenz.

„Wörter und Gesten, Lieder und Reime – ohne solches Hirnfutter kann sich unsere Intelligenz nicht richtig entfalten. Mit drei Jahren haben manche Kinder 30 Millionen Wörter mehr gehört als andere“  liest man ebenda – und damit sind nicht Wörter aus dem TV gemeint. Sprechen Sie mit Ihren Kindern, lesen Sie vor, singen Sie, verfüttern Sie Bücher und verbannen Sie sämtliche elektronischen Medien weitestgehend aus dem Kinderzimmer – eine Investition in die Intelligenz, die sich ver-millionenfacht.

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