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Sofa oder Klo, Buch wo?

„Frauen lesen gern beim Friseur, Männer lieber auf der Toilette – zum „Welttag des Buches“ am Dienstag, 23. April, fragte der Börsenverein des Deutschen Buchhandles  bundesweit 5000 Menschen über 14 Jahre nach ihrem bevorzugten Leseort. Durchgeführt wurde die Online-Umfrage im März 2013 von Research Now im Auftrag der Kampagne „Vorsicht Buch!“   schreibt der Stern. Und weiter:

„Liebster Schmökerort ist das Sofa beziehungsweise der Sessel: 71,1 Prozent lesen dort oft oder sehr oft. Auf Platz zwei landete das Bett mit 57,8 Prozent. Der drittliebste Leseort liegt an der frischen Luft: 52,6 Prozent der Befragten nannten Garten, Balkon oder Park. Auf den weiteren Plätzen folgen: öffentliche Verkehrsmittel, Schwimmbad oder Strand, das Wartezimmer beim Arzt, Badewanne, Toilette, Friseur oder Café/Restaurant.“

Nun werfen diese interessanten Erkenntnisse ja mehr Fragen auf als sie beantworten.

Lässt sich auss den unterschiedlichen Vorlieben für die Lese-Örtlichkeiten von Männern und Frauen eigentlich schließen, dass Männer mehr lesen als Frauen? Schließlich wird ja die Toilette öfter besucht als der Friseur, möchte man meinen. Meine persönliche Erfahrung sagt da etwas anderes: Meine Bücher werden  überwiegend von Frauen gekauft, was wiederum – allerdings sehr hypothetisch –  daran liegen könnte, dass sie sich zum guten Teil explizit an Frauen richten. Das nächste ist übrigens wieder mal „geschlechtsneutral“:  Souverän!  Wie Sie stark auftreten, auch wenn Sie sich nicht wirklich so fühlen.“

Und wird im Sommer mehr gelesen als im Winter? Schließlich ist das Freiluft-Lesen ( Garten, Balkon oder Park) im Winter etwas ungemütlich. Oder ist es gerade umgekehrt? Das Sofa ist ja im Winter möglicherweise deutlich attraktiver als im Sommer.

Und wieso lesen die Bremer (25%) weit über dem Bundesdurchschnitt (13%) häufig  auf der Toilette?  Hat schon mal jemand die Bremer Architektenkammer dazu befragt? Sind die Toiletten dort eher als Wohnklo gestaltet, vielleicht mit Sofa? Oder gibt es dort besonders häufig zukunftsweisende Duscherlebnisse von unten, die den Aufenthalt auf der Toilette besonders angenehm gestalten?

Was sagen eigentlich die Krankenkassen dazu,  dass die Menschen in Sachsen-Anhalt (37%) besonders gern im Wartezimmer ihres Arztes lesen, während das im Bundesdurchschnitt nur 25 % tun? Sind die Menschen in Magdeburg und Halle zu beglückwünschen, wenn sie krank werden, weil sie dann lesen können?  Oder hält möglicherweise das Lesen im Wartezimmer gesund, man ist dort viel weniger krank als anderswo und die Landesärztekammer überlegt bereits vorbeugend  im Interesse der Ärzte ein Leseverbot im Wartezimmer?

Alles harmlos.

Welche Fragen werfen eigentlich der

Nationale-Zieh-Dein-Haustier-An-Tag am 14. Januar (USA)

Weltnichtstag am 16.Januar

internationale Tag der Kissenschlacht am 1. Samstag im April

Weltlachtag am 1.Sonntag im Mai

Weltpurzelbaumtag am 27. Mai

Sprich-wie-ein-Pirat-Tag am 19.September

der 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheit

der 30.Oktober als Weltspartag und

der als 7. November als Darmtag auf?

 

Und warum fallen der Tag der Schwertschlucker und der Tag der Tiefkühlkost auf das gleiche Datum (23.Februar)?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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