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Archiv für die Kategorie 'mixed leadership'

Esoterik? Geld einfrieren!

Donnerstag, 05. Mai 2011

Verunsichert ruft die Teilnehmerin beim Veranstalter an.
„Dieses Seminar zum Thema Verhandlungsführung von Frau Dr. Topf – das finde ich sehr spannend. Ich komme da gerne hin, es darf aber bloß nichts Esoterisches sein. Wenn ich da die Füße fest parallel auf den Boden stellen und mich zentrieren soll – da laufe ich schreiend fort.“
Nun ist Esoterik an sich ja nichts Böses – blöd nur, wenn ich was Handfestes erwarte und mit Unsicht- und Unwägbarem konfrontiert werde, an das ich nicht so recht glauben mag und für das mir jegliche Belege fehlen.
Österreich hat auf Anordnung der EU 1,2 Milliarden Euro aus Libyen eingefroren, heißt es heute im Wirtschaftsteil der der SZ. „In Kreisen“, so ist dort weiter zu lesen, „hatte es zuletzt geheißen, ein großer Teil des Geldes gehöre der libyschen Nationalbank und liege auf Konten österreichischer Geschäftsbanken“. Wieso in Kreisen? Wie kann man in Kreisen heißen? Kornkreise? Das ist es wieder, dieses unheimliche Gefühl! Da geht was nicht mit rechten Dingen zu. Wieso nicht im Quadrat? Vielleicht springen ja die Österreicher in demselben, wegen der Anordnung aus Brüssel?

Mixed Leadership

Sonntag, 06. Februar 2011

Quote – ja oder doch?

Herrlich, wie dieses Thema polarisiert und von vielen polemisiert wird, was ja bekanntermaßen immer dann passiert, wenn die Sachargumente ausgehen.

Solange frau jung und gut gebildet ist, hängt sie oft die Knaben/Männer ab. Besser gebildet, besser angepasst, bessere Schul- und Studienabschlüsse. So kann sie sich oft nicht vorstellen, dass ab einem bestimmten Karriereschritt plötzlich vieles anders ist und die Männer an ihr vorbei ziehen.

Ich coache zahlreiche Frauen in Führungspositionen – die meisten von Ihnen sitzen auf Positionen, auf denen noch nie eine Frau war. Viele von ihnen hatten noch nie eine Frau als Chefin. Ohne Quote wird das noch jahrzehntelang so bleiben.
Dabei stelle ich durch Befragen immer wieder fest: Frauen „funktionieren“ mehrheitlich nach folgender Prioritätenliste.

1. Leistung
2. Macht/Politik
3. Selbstdarstellung („Rampensau“)

Bei Männern ist das meist genau umgekehrt – das macht sie offenbar so erfolgreich.
Selbstdarstellung, trommeln, posen, Pfauengehabe, Rad schlagen, Scheingefechte….

Auch Frauen können das lernen. Aber wollen wir das wirklich?
Leistung ganz hinten?
Dann schon lieber Quote.

„Wozu brauche ich eine Quote“ habe auch ich lange gedacht und mich dann doch von der Quotengegnerin zur Quotenbefürworterin gewandelt, weil sämtliche freiwilligen Verpflichtungen, so es sie überhaupt gab, zu keinem nennenswerten Ergebnis geführt haben.
Lassen wir uns doch nicht auf die Formel: „Kannst Du was oder bist Du Quote?“ reduzieren.
„Jawohl, ich bin Quote und ich kann was!“ ist die Antwort darauf. Die Quote ist nicht mehr als ein Türöffner, der eine Chance eröffnet. Wehe der Frau, die die dort geforderte Leistung nicht bringt, die ist dann ganz schnell weder Quote noch Führungskraft.

Am Feitag im Kreisverband einer („liberalen“) Partei. Anwesend 20 Männer, vorwiegend um die 20 – 25, einige wenige „alte Hasen“. Konservativstes Gedankengut in Bezug auf Frauen in Führungspositionen: Es fehlten gut ausgebildete Frauen, Frauen wollten ja gar nicht, es gäbe nicht genug Geld um Kinderbetreuungsplätze auszubauen (aber für Prestigeprojekte allerorten) , wenn Quote, dann müssten wir ja auch für Migranten und Homosexuelle Quoten einführen.
Als ob Frauen eine Minderheit wären.
Für mich wurde auch hier wieder ganz deutlich: Es geht vielen gar nicht darum, dafür zu sorgen, mehr Frauen in Führungspositionen zu bekommen, sondern es geht vielmehr darum, genau dies zu verhindern.
Da die Quote ein Mittel für ersteres wäre, ist sie abzulehnen.

Wohlgemerkt: Auch für mich ist die Quote nur ein vorübergehendes Vehikel. Ist das Ziel erreicht, also gleicher Anteil Frauen auf allen Ebenen, gehört sie schnellstens wieder abgeschafft