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Archiv für die Kategorie 'Erfolg'

Gerechtigkeit im Job?

Freitag, 17. Juni 2016

Nun ist sie also erneut hochgekocht, die leidige Lohn-Lücke zwischen Mann und Frau. Kürzlich erschien wieder eine Studie dazu, ihr Tenor: Ist doch alles nicht so schlimm! Was regt ihr euch auf? Frauen verdienen zwar im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer.

Doch maßgeblich sei, laut Studie, nicht der Durchschnitt, sondern das bereinigte Mittel des Unterschieds und das liege bei „nur“ 7 Prozent. Wenig überraschend: Die Familienministerin mag die neue Studie nicht.  Denn jede Studie, mit der die Lohn-Lücke kleingerechnet wird, verzögert oder verhindert ein geplantes Lohngerechtigkeitsgesetz. Lohngerechtigkeit? Ein interessantes Konzept.

Denn was hat Lohn mit Gerechtigkeit zu tun? Ist der  Lehrerlohn etwa gerecht angesichts dessen, dass LehrerInnen unsere Kinder erziehen (sollten) und den Bildungsgrundstock für unsere Zukunft legen? Ist es gerecht, dass Hausfrauen überhaupt keinen Lohn bekommen? Dass Vorstände selbst dann noch Millionen kassieren, wenn das Unternehmen Verlust schreibt und Mitarbeiter entlässt? Löhne sind Preise. Sie sind weder Indiz noch Surrogat für Gerechtigkeit. Wenn wir Gerechtigkeit wollen, dürfen wir nicht mit ausfüllungsbedürftigen Abstrakta wie Lücken, Gesetzen und Durchschnittssätzen hantieren. Gerechtigkeit ist  nicht im Durchschnitt zu finden. Gerechtigkeit findet sich immer nur am konkreten Beispiel. Betrachten wir eines.

Jutta und Marcus sind beide Buchhalter, seit fünf Jahren im Betrieb, vergleichbare Qualifikation, vergleichbares Arbeitsgebiet. Sie geht in Elternzeit, er arbeitet weiter. Am Ende der Elternzeit geht der Leiter der Buchhaltung in Pension, seine Nachfolge fällt auf – was tippen Sie?

Logisch. Marcus. Logisch deshalb, weil das gerecht ist. Sagt der Geschäftsführer. Er meint: „Wenn wir Jutta befördern, dann diskriminieren wir doch den Mann, der zwei Jahre längere Berufserfahrung mitbringt! Seniorität ist gerecht!“

Acht von zehn KollegInnen in der Abteilung sind anderer Meinung. Sie sagen: „Jutta hat die besseren Abschluss- und Arbeitszeugnisse, die besseren Beurteilungen, hat mehr Verantwortung übernommen und hat schlicht mehr drauf als der Kollege, der früher ständig von ihr abgeschrieben hat.“ Und jetzt? Wir haben keine Lohn-, wir haben eine Gerechtigkeitslücke. Wir wissen, was ein Lohn, nicht aber, was Gerechtigkeit ist. Einmal davon abgesehen, dass Juttas Geschäftsleitung ein Eigentor schießt. Sie befördert den weniger kompetenten Kandidaten. „Das ist doch dämlich!“, sagt Jutta im Coaching. Ja und?

Ich kann keinem Unternehmen verbieten, ein Eigentor zu schießen. „Aber da muss man doch was dagegen tun können!“, sagt Jutta. Das hat schon eher etwas mit Gerechtigkeit zu tun. Ich frage: „Gute Idee. Was können Sie tun?“

Spätestens hier wird klar, wie abwegig die Diskussion um Lohn-Lücken und Gerechtigkeitsgesetze ist. Denn Diskriminierung und Ungerechtigkeit, Nickligkeiten und Unfairness gibt es nicht erst seit der Lohn-Lücke. Es gibt sie schon lange. Massenhaft. Die Coaching-Praxis bewältigt seit Jahren wahre Berge davon. Mit der Betonung auf „bewältigt“. Nehmen wir zum Beispiel Auslandsaufenthalte.

Seit der Erfindung der Globalisierung suchen Unternehmen händeringend nach Expatriates; nach MitarbeiterInnen, die in ausländischen Niederlassungen, Töchtern oder Joint Ventures diverse Jobs übernehmen. Als Anreiz wird oft versprochen: „Das ist ein Karriere-Sprungbrett! Wenn Sie zurück sind, steigen Sie rasant auf!“ Wenn der Expat dann tatsächlich heimkehrt, ist es jedoch oft nichts mit dem Aufstieg, rasant oder anderweitig. Schlimmer: Der alte Job ist, natürlich, auch weg und man landet in der Besenkammer (nicht im Becker’schen Sinne). Das erzählen mir viele Coachees. Das ist die brüllende Ungerechtigkeit. Was machen die Betrogenen?

Ich empfehle jedem Coachee (Männer sind davon so betroffen wie Frauen): Gerechtigkeit ist eine Frage der Verhandlung. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. Wenn ich im Nachgang Erfolgskontrolle mache, erzählen mir die KlientInnen unisono: „Wenn du das vorher nicht ansprichst und regelst, dann schaust du hinterher in die Röhre.“ Und: „Wenn das nicht schriftlich geregelt ist, hält sich keiner dran!“ Jutta meint dazu: „Eigentlich war schon vor meiner Elternzeit klar, dass der Abteilungsleiter in Pension geht. Ich bin dann in die Elternzeit gegangen, ohne vorher die Nachfolge mit dem Geschäftsführer zu besprechen. Das passiert mir nie wieder. Ab sofort mache ich den Mund auf, verhandle hart und lass mir alles schriftlich geben.“

Natürlich brauchen wir Gesetze. Aber noch viel dringender brauchen wir Verhandlungskompetenz. Denn auch das ist nur gerecht: Gerechtigkeit erfährt, wer sich dafür einsetzt. Dass sie einem/r in den Schoß fällt, halte ich für ungerecht. Wie schon Goethe sagte: „Wer immer strebend sich bemüht“, der/die wird auch belohnt. Das ist nur gerecht. Verhandlungskompetenz ist Trainingssache.

Heute schon trainiert?

 

Wer schnell und bequem etwas für ihre Kompetenz tun möchte: „Gehaltsverhandlungen für freche Frauen“

http://www.metatalk-training.de/start/path@page,overview.php/page@3416a7s41/openm@138-109-93

Noch eine interessante Quelle zum Thema, in der Sie übrigens auch Ihre Autorin finden:

Was wir von Rumpelstilzchen lernen können

Samstag, 21. Mai 2016

Sie erinnern sich nur vage wie das war mit dem Stroh und dem Gold bei den Gebrüdern Grimm?

Und Sie haben auch noch nie versucht, aus Stroh Gold zu spinnen wie die Müllerstochter? Dann ändern wir das jetzt mal. Wir könnten das nämlich viel öfter machen. Uns im Bereich unserer größten Unfähigkeit spezialisieren.

Samuel Shem, US-Literat und Psychologe, meint zum Beispiel: Die meisten seiner Kollegen, die selbstmordgefährdete Patienten behandeln, waren selber einmal gefährdet – deshalb seien sie heute so gute Therapeuten. Was uns zur Frage bringt:
Was machen eigentlich Sie beruflich oder ehrenamtlich? Wichtiger: Warum?
Wagen wir eine steile These: Die besten FamilientherapeutInnen stammen aus dysfunktionalen Herkunftsfamilien. Die besten IngenieurInnen standen als Kind einmal hilflos vor einem Apparat und kamen sich klein und dumm vor. So heftig, dass sie sich mit Wut und Trotz reinknieten und heute technische Genies sind. Sie haben sich auf dem Feld ihrer größten Schwäche spezialisiert und professionalisiert – und reüssieren nun damit. Tolles Erfolgsrezept. Natürlich gibt es auch Therapeuten und Ingenieure mit anderer Kompetenzentwicklung. Aber das ist nicht der Punkt.
Der Punkt ist: Wir können unser Schicksal wenden. Wir können aus einer großen Schwäche eine große Stärke machen. Raten Sie mal, warum ich heute eine der führenden deutschen Kommunikationsexpertinnen und Coachin bin … Wie schon im Rumpelstilzchen-Märchen der Vater der armen Müllerstochter meinte: Man muss sich nicht mit Stroh zufrieden geben. Man/frau kann auch Gold daraus spinnen. Einen Nachteil in einen Vorteil verwandeln.
Eine Bedrohung in eine Chance. Eine Niederlage in einen Sieg. Ein Handicap in eine Schlüsselkompetenz. Das gelingt leichter, wenn man damit nicht allein gelassen wird. Die Müllerstochter war dabei auf das Rumpelstilzchen angewiesen. Das moderne Rumpelstilzchen ist der Coach, die Coachin. Sie hilft uns, aus Stroh Gold zu spinnen. Mit dem gravierenden Vorteil, dass man nicht wie im Märchen Leib und Seele oder das Erstgeborene verpfänden muss. Daher: Geh zum Coach!
Aber auch: Schau auf deine Schwächen – und gewöhn dir bei ihrem Anblick Scham und Verdruckstheit ab! Wer sich seiner Schwächen schämt, begegnet ihnen noch nicht richtig. Wir sollten unsere Schwächen nutzen, Erfolge draus zu machen. Das geht. Das ist sozusagen der Rumpelstilzchen-Effekt. Leider verpassen viele diesen Effekt.
Viele sagen mir im Coaching angesichts einer Schwäche: „So bin ich eben! Das kann ich halt nicht!“ Ich erwidere dann gerne: „Das können Sie noch nicht.“ Den meisten Menschen kommt irgendwann die Erkenntnis: Das Schicksal hat uns nicht umsonst diese und andere Schwächen gegeben. Schwächen sind Sprungbretter – wenn wir springen. Das Schicksal möchte, dass wir was draus machen, dass wir etwas aus uns machen.
Die Chance ist groß, etwas richtig Großes daraus und damit aus sich selbst zu machen, wenn wir uns nicht unserer Schwächen schämen, sondern uns ihrer annehmen. Das ist kein Märchen, das ist Realität. Denn genau mit diesem Ansatz schaffen wir unsere Realität selbst.
Schaffen wir.

„Projekt-Narzissten“ aushebeln

Samstag, 07. Mai 2016

Das ganze Team hängt sich rein für das Projekt, macht Überstunden, arbeitet an den Wochenenden. Bei der Präsentation am Endtermin sagt der Projektleiter zum Geschäftsführer: „Na, wie habe ich das wieder hingekriegt?“ Als ob er allein es gestemmt hätte! Das Team kocht vor Wut über den Projektleiter. „Projekt-Narzissten“ nennt eine Kollegin von mir solche Menschen.

Warum fallen wir immer wieder auf sie herein, obwohl wir es eigentlich besser wissen müssten?

Weil jeder Mensch (mindestens) zwei Seiten hat. Auf der einen sind sie selbstherrlich – auf der anderen Seite sind Narzissten ungemein gewinnend und überzeugend – aber nie manipulativ. Das ist der Unterschied zum Egoisten. Der Egoist weiß, dass er andere schädigt, der Narzisst ahnt es nicht einmal. Er glaubt tatsächlich, dass ihm der ganze Lorbeer zusteht, weil er es glauben muss. Sein Selbstbild  („Ich muss was ganz Besonderes sein!“) – und sein Erfolg – stehen und fallen  mit dieser konstruktiven Illusion. Oder wie Albert Bernstein sagt: „Es gibt Narzissmus ohne Größe, aber es gibt keine Größe ohne Narzissmus.“

Bernstein kennt auch ein Kraut, das gegen narzisstische Spiele gewachsen ist: „Nicht mitmachen!“ – wenn es denn irgend geht. Und wir diese Spiele rechtzeitig durchschauen. Wir  verlieren sonst immer dabei,  auch dann, wenn wir an das Gerechtigkeitsempfinden des Projekt-Narzissten appellieren „Denk doch nicht immer nur an dich!“ Das kann der Narzisst nicht – sonst wäre er keiner. Er kreist nur um sich, Appelle helfen nicht. Höchstens Konsequenzen: „Entweder wir dürfen bei der Präsentation mit aufs Podium – oder du kriegst das letzte Arbeitspaket nicht.“ Das kommt den Narzissten hart an.

Denn tatsächlich nehmen Narzissten nicht nur bei der Lorbeer-Verteilung den Mund recht voll, also am Ende eines Projektes, einer Aufgabe. Menschen mit ausgeprägter narzisstischer Tendenz beißen auch bei der Aufgabenverteilung in der Regel größere Stücke ab als sie schlucken können. Sie übernehmen sich gerne vor allem bei attraktiven Aufgaben: „Ja, klar, gib her – das wuppe ich auch noch!“ Sie merken nicht, wenn es zu viel wird, weil es an Besonderem nie genug sein kann. Deshalb konsultieren die cleveren Nicht-Narzissten einen Coach oder anderen Vertrauten, dessen Urteil sie schätzen: „Tolles Projekt! Was ganz Besonderes! Aber, was meinst du, schaffe ich das? Auch wenn ich das am liebsten alleine angehen würde – wen brauche ich unabdingbar dafür?“ Man kann sich diese Fragen gut und gerne selber stellen.

Doch genau diese Selbstreflexion schaffen Menschen mit starker narzisstischer Tendenz in der Regel nicht . Weil sie nur den Lorbeer und nicht den nötigen Aufwand sehen können und wollen. Deshalb sind sie so wild auf besondere Aufgaben . Sie spannen andere dafür ein, beanspruchen dann aber die ganze Anerkennung für sich selbst. Vor lauter Ärger über solches Verhalten übersehen wir aber häufig etwas, was wir von Narzissten lernen könnten.

Während der Narzisst sich chronisch selbst überschätzt und sich und andere damit schädigt, unterschätzt sich der „normale“ Mensch chronisch und schädigt sich selbst damit.

Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen: Ohne ein gewisses Maß an Selbstüberschätzung scheitern wir nicht nur an herausragenden Aufgaben. Wir bleiben auch bei Alltagsaufgaben weit hinter unseren Möglichkeiten und Wünschen zurück.

Wir sollten bei jeder Aufgabe die Latte zehn bis 30 Prozent höher legen als wir uns „eigentlich“ zutrauen. Think Big! Der Unterschied zum Größenwahn ist noch weit genug. Vor der Grenzüberschreitung zum galoppierenden Größenwahn schützt uns die Selbstreflexion: Überschätze ich mich noch gesund oder bereits narzisstisch?

Diese Reflexion macht den Unterschied zwischen einem unausstehlichen Projekt-Narzissten und einem erfolgreichen und sympathischen Menschen.

Ich wünsche Ihnen ganz viel von dieser nützlichen Reflexion.

Resistance to change

Mittwoch, 27. April 2016

Heute morgen fiel es mir mal wieder so richtig auf: Meine Freundin P. müsste aufräumen, dringend, sonst droht ihr der Messie-Verdacht.

J. und R. müssten dringend die Klärung ihres schon lange bestehenden Konflikts – werden Sie jetzt Ihr Startup als gleichberechtigte Partner gründen oder doch einer von beiden alleine? – in Angriff nehmen. Wir müssen abnehmen. Unbedingt. Mindestens drei Kilo. Wir wollen mehr Sport treiben. Die Steuererklärung machen. Unbedingt. Das ist nützlich und nötig und das sehen wir auch ein, aber: „Ich möchte nicht nach Diät-Kochbuch kochen, das schränkt mich zu sehr ein!“ Oder: „Ich jogge doch so ungern.“ „Grad gar keine Zeit“. Und das Spiel nimmt seinen Lauf. Das Spiel „Ich würde/müsste ja schon gerne mal, aber …“ Und dann kommen diese eingebildeten Hindernisse, zu Elefanten aufgeblähten Bagatellen, objektive Trivialitäten.

Das Ja-Aber-Spiel, sagen die Transaktionisten dazu.
Schlimm, wenn man es solo spielt. Schlimmer im Doppel. Wenn man ein Kind, einen Partner, einen Chef, Kunden, Mitarbeiter von etwas absolut Selbstverständlichem, Nötigem und Nützlichem überzeugen möchte/muss und sich echt Mühe damit gibt und ihm/ihr alles haarklein erklärt, mundgerecht auf dem Silbertablett vorlegt und dann sagt der/die: „Ja, schon, aber …“ Das treibt jede(n) in den Wahnsinn. Das ist Resistance to Change, Widerstandsverhalten, Blockade, Reaktanz. Der Sozialpsychologe sagt: „Auch Widerstände sind Energie!“ Was hier nicht wirklich weiterhilft. Ernsthaft: Was hilft weiter? Es gibt nichts, was jedem hilft – aber vieles, was allen hilft. Hier eine kleine Auswahl:
Katastrophisierung: „Wenn du so weiterfrisst, wiegst du demnächst 130 Kilo und deine Karriere ist futsch.“ Wirkungsprinzip: Schock-Therapie. Ist der Schock nur groß genug, werden einige dann doch veränderungswillig. Einige, nicht alle. Daher: Ausprobieren! Schlägt nicht an? Dosis steigern oder: Nächste Technik, zum Beispiel die
Null-Hypothese: „Dann lass es halt!“ Entlastet vor allem den Helfer von Helfer-Syndrom und Ko-Abhängigkeit und gibt dem Geholfenen die Chance, sich ohne Gesichtsverlust von unrealistischen Wünschen zu verabschieden. Professionelle Therapeuten und Coaches formulieren gerne: „Vielleicht ist die Zeit einfach noch nicht reif dafür?“ Widerspruch willkommen.
Coaching-Ansatz: Leg den Kern des Widerstands frei: „Wovor hast du Angst? Was könnte schlimmstenfalls passieren? Was darf auf keinen Fall passieren? Unter welchen Umständen wärst du zur Veränderung bereit?“
Lösung auf Probe: „Lass uns das mal ausprobieren. Wenn das nicht klappt, machen wir es rückgängig.“ Logisch: Ist rein von den objektiven Gegebenheiten her nicht immer möglich. Aber wird viel zu selten genutzt, wenn es möglich ist: „Lass uns statt Joggen Schwimmen probieren. Zwei, drei Mal. Wenn es keinen Spaß macht, suchen wir was anderes.“
Baby-Steps: Sukzessive Approximation in kleinen bis kleinsten Schritten, Atomisierung des Wandels, Strategie der kleinen Lösungen, Salami-Taktik. Alles Synonyme für: Ein Wandel von tausend Schritten überfordert oft so sehr, dass man meist nicht mal den ersten wagt. Also schau’n wir nur auf den ersten! Und dann auf den nächsten …
Nur fünf von vielen möglichen Lösungsansätzen, Change-Turbos, Veränderungshebeln. Es gibt mehr (Ihre freundliche Coachin kennt sie). Dahinter steckt das Prinzip: Je besser gefüllt Ihre Toolbox ist, desto eher finden Sie das auf Person und Situation passende Instrument und desto schneller und einfacher überwinden Sie Verände-rungsblockaden. Nicht die Technik, sondern die Passung macht’s. Es gibt keine Probleme, nur eine Frage: Wie geht es für mich in dieser Situation leichter? Wer eine Antwort darauf findet, irgendeine Antwort, meistert den Wandel. Jeden Wandel.

Hartnäckigkeit schlägt Talent

Sonntag, 17. April 2016

Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.
Samuel Beckett (1906 – 1989)

Ganz schön hartnäckig, dieser Beckett. Wobei – ein harter Nacken ist auch nichts wirklich angenehmes, gehört unter die Hand des Physiotherapeuten und erinnert an uneinsichtige Sturheit. Schließlich geht es darum, einerseits nicht zu früh aufzugeben, andererseits rechtzeitig zu erkennen, wann es wirklich keinen Sinn mehr macht, es weiter zu probieren.

Das Gegenteil von Sturköpfen sind die ängstlichen Aufgeber und Zurückschrecker: „Frau Topf, ich habe das einmal versucht. Es hat nicht funktioniert, ich mache das nie wieder!

Müßig zu fragen, wer erfolgreicher ist.

Auf einer Skala von 0 (gar nicht erst versuchen) bis 10 (Beckett): Wie beharrlich sind Sie? Und was könnten Sie tun, um mehr Durchhaltevermögen und Biß  zu bekommen?

 

 

Wie wir unseren eigenen Erfolg leben

Mittwoch, 30. März 2016

Paul ist Ingenieur und jettet um die Welt. In vielen Ländern berät er Unternehmen zum Einsatz von komplexen Anlagen. Aber seit einem Jahr ist ihm der Job etwas verleidet, seit sein Chef zu ihm gesagt hat: „Ab sofort pushen Sie unser Aggregat XC45 was das Zeug hält!“ Leider passt das Aggregat zum Teil nur bedingt. Trotzdem muss Paul den Verkauf forcieren. Er macht das auch, kann sich aber selber dafür nicht leiden. Doch was soll er tun?
Solange er es tut, fliegt er weiter um die Welt, was er liebt, bekommt weiter Anerkennung vom Chef, verdient seinen Jahresbonus und sichert sich damit auch die Anerkennung seiner Familie. Typisches Dilemma?
Ja, wir leben alle mit solchen Dilemmata. Viele nehmen sie mit ins Grab, weil: „So ist der Job halt. Man kann nicht alles haben. Das gehört einfach dazu.“ Paul ist anderer Meinung. Er kommt ins Coaching. Ich frage ihn: „Warum sagen Sie dem Chef nicht mal die Meinung?“ Wie aus der Pistole geschossen antwortet er: „Sind Sie verrückt? Der macht mich rund!“  Ich frage ihn: „Wäre das für einen erwachsenen Mann so schlimm?“
Ja. Wie schon Kierkegaard sagte: „Der Mensch fürchtet am meisten, mit seiner Meinung allein zu sein.“ Die Furcht vor dem Verlust sozialer Anerkennung ist uns tief eingebrannt, hardwired, sagen die Neurobiologen. Denn im Neandertal bedeutete der Verlust des Wohlwollens der Sippe den sicheren Tod. Wer aus der Höhle verstoßen wurde, den fraß der Tiger draußen. Diese Furcht steckt uns immer noch in den Knochen, richtiger: In den Genen. Sie ist vererbt und wirkt daher völlig unbewusst. Was also tun?
Man macht sie sich bewusst. Damit verliert sie ihre Macht. Ich frage Paul „Für die Anerkennung von Chef, Partnerin und Kindern verraten Sie also Ihre Ideale?“ Paul schluckt schwer, weil er zum ersten Mal erkennt: Die Wahl zwischen Statuserfolg und persönlichem Erfolg ist kein Entweder-Oder („Ich schmeiß den Job hin!“ vs. „Ich buckle weiter bis ich tot umfalle.“). Sie ist ein sowohl als auch.
Nach zwei weiteren Sitzungen hat der junge Ingenieur diese Güterabwägung ganz gut drauf. Einem Kunden, zu dessen Anwendung das XC45 nicht wirklich passt, rät er zum XC20. Überraschung: Der Chef merkt das gar nicht! Ergo: kein Verlust sozialer Anerkennung! Die Umsatzeinbuße kann er durch den Abschluss eines Servicevertrages kompensieren.
Als er bei einem andere Kunden wieder in das gleiche Dilemma gerät, hilft ihm das Pain-Gain-Kalkül: „Was sehr belastet mich in diesem konkreten Fall ein Anraunzer vom Chef? Und wie sehr schmälert diese Belastung meine Zufriedenheit, die ich empfinde, wenn ich ehrlich berate?“ Paul sagt: „Solange der Zufriedenheitsgewinn größer ist als die Belastung durch den Anraunzer – solange bleibe ich mir selber treu!“ Klingt komplex?
Nein. Paul hatte dieses Kalkül nach insgesamt drei Sitzungen drauf. Es darf kein Reflex sein (Anpassung oder Trotz). Es sollte eine bewusste Wahlentscheidung sein. Es dauert eine Weile, bis wir diese Entscheidung auf wirklich jede der vielen Dutzend Situationen anwenden, in denen wir täglich versucht sind, unsere Ideale zu verraten. Aber diese Weile lohnt sich. Aus einem einfachen Grund. „Das höchste Glück ist die Persönlichkeit. Mit sich selbst eins zu sein“, so beschrieb das schon Goethe.
Übrigens: Pauls Chef kritisiert immer seltener. Er sagt: „Wie Sie mir manchmal die Stirn bieten – das passt mir nicht. Aber, Respekt, Sie haben Rückgrat. Und Sie bringen Ihre Zahlen.“
Das ist eine schöne Paradoxie: Wer freundlich, höflich und gut begründet seine Echtheit wahrt, verliert die soziale Anerkennung höchstens kurzfristig. Langfristig werden wir jedoch als aufrecht, authentisch, stark, „mit Rückgrat“ empfunden, respektiert und anerkannt.
Das wünsche ich Ihnen auch.

Was kommt eigentlich nach dem Erfolg?

Freitag, 18. März 2016

Sie haben Erfolg. Sie haben eigentlich alles, was man sich wünschen kann.Einen gut bezahlten Beruf, nette Freunde/Familie, Auto, Haus/Wohnung. Aber zufrieden? Glücklich, erfüllt?

Erstaunlicherweise sind das nur die wenigsten erfolgreichen und gut versorgten Zeitgenossen (wenn sie ehrlich sind). Man/frau  fühlt sich immer etwas unzufrieden. Deshalb leisten wir uns sich das größere Haus, den größeren Wagen, den zweiten Pool, die dritte Sauna. Leider hilft das Mehr nur kurzfristig. Selbst der 600-PS-Lamborghini verliert nach wenigen Wochen seinen Reiz. Gewiss: Als Statusobjekt „funktioniert“ er noch (der Nachbar bringt anhaltend grün vor Neid den Müll raus). Doch der Wagenhalter selber verspürt schon lange nicht mehr das Glück der ersten Tage (Parallelen zu Beziehungen, Umzügen, Gehaltserhöhungen und Beförderungen sind augenfällig). Was passiert hier?
Die große Desillusionierung: „Klassischer“ Erfolg macht nicht glücklich. Kurzfristig schon. Nachhaltig eher nicht. Als Lebensglück kann man das keinesfalls bezeichnen. Das ist erst mal hart. Diese Einsicht. Viele vermeiden sie mit großem Aufwand (besser mit der Lüge des Mehr, Mehr, Mehr zu leben – verursacht weniger kognitive Dissonanz). Sie wollen die bittere Erkenntnis vermeiden. Dabei ist diese nicht bitter, sondern befreiend: Wenn es dieser Erfolg nicht ist, welcher ist es dann?
In zwei Worten: Ihr eigener.
Viele von uns merken immer deutlicher: Ich habe Erfolg. Aber Lebensglück und Erfüllung ist das nicht. Weil? Weil es nicht Ihr Erfolg ist. Wir alle wissen, was die Gesellschaft und der Freundeskreis von uns erwarten. Aber was erwarten Sie vom Leben, vom Glück? Das sagen uns weder Familie noch Boss, Internet, Medien oder Gesellschaft. Erfolg macht glücklich – aber nur, wenn es Ihr eigener ist. Was ist Ihrer? Sagen Sie es laut! Schreiben Sie es auf! Es kommt nichts?
Bei den wenigsten kommt was. Eben weil man unter Statusdruck und Konsumzwang selten darüber nachdenkt, was einen wirklich glücklich macht. Leider führt kein Weg drum herum: Wer dauerhaft glücklich mit sich und dem Leben sein möchte, darf nicht (nur) dem gesellschaftlich sanktionierten Erfolg, sondern sollte (auch) seinem eigenen Erfolgsverständnis folgen. Es ist erfreulich, dass gerade in diesen Tagen immer mehr Menschen in meiner Coaching-Praxis ankommen, die genau dieses Verständnis gewinnen wollen: Was ist mein Erfolg?
Mir fällt der Vertriebsleiter ein, super erfolgreich, jedes Jahr seine Ziele übertroffen, aber: „Das ist schön, aber das gibt mir nicht mehr das wie früher. Ich bin keine 25 mehr. Was bringt es mir, die meisten Umsatzmillionäre in meinem Verkaufsgebiet zu haben? Ich würde am liebsten den ganzen Tag Großkunden helfen, innovative Lösungen für ihre Fertigungsherausforderungen zu finden. Aber mein Vorstand seiht das ganz anders.“ Dann ist die Sache klar: Pfeif auf den Vorstand! Kündige den Job! Ja?
Nein. Nicht bevor man die Freiheitsgrade ausnutzt, die sich nach der Erkenntnis der eigenen Erfolgsdefinition fast automatisch ergeben. Der Vertriebsleiter erfüllt weiterhin seine Ziele und macht seinen Vorstand glücklich. Aber er hat inzwischen viele seiner Aufgaben so repriorisiert und neu verteilt, dass er jetzt mehr Zeit für „seine“ Großkunden, seine Erfolgsdefinition hat. Er ist jetzt glücklich. Ohne Beförderung und ohne 600-PS-Lamborghini.
Echter Erfolg kommt nicht von außen, sondern von innen. Wenn man weiß, was einen wirklich glücklich macht.
Das ahnen die meisten von uns. Trotzdem schaffen Sie es nicht, Ihrer eigenen Erfolgsdefinition gerecht zu werden?
Lesen Sie die nächste Ausgabe.
Oder steigen Sie tiefer in die Materie ein http://www.business-netz.com/Mitarbeiterfuehrung/Gesundes-Fuehren-Echter-Erfolg

Ich will und ich werde – nur wann und wie?

Donnerstag, 06. Februar 2014

„Schaun ´mer mal, dann seh´n mer schon“ – dieser Spruch geht vermutlich auf Kaiser Franz Beckenbauer zurück und wir kennen ihn alle. „Morgen, morgen nur nicht heute…“, „Soll ich oder soll ich nicht…“ Diese oder ähnliche  Sprüche beschreiben das Abwarten, das Zuschauen, das Zögern, das Nichts-Tun. Den meisten von uns ist es auch schon mal so oder ähnlich ergangen. Eigentlich hätten wir schon gewollt – aber dann kam die böse Prokrastination dazwischen. Die was? Zu deutsch: Die Aufschieberitis. Prokrastination klingt aber besser, wissenschaftlicher, nach Krankheit, für die man nichts kann: Ich prokrastiniere gerade mal wieder, ich armes Opfer, und dass das nichts wird, mit meinem Vorhaben, liegt ja auch nicht an mir, sondern an den widrigen Umständen, den Gesetzen, meinem Partner, der Konjunktur, dem Wetter, der Bankenkrise und dem umgefallenen Sack Reis in China.

Solange uns solche Gedanken und Unlustgefühle vor dem Anpacken von Aufgaben vor übertriebener Hektik und Aktionismus schützen ist nichts dagegen zu einzuwenden. Wenn sie uns aber am Handeln hindern, da, wo wir hätten ins Tun kommen müssen – da wird es gefährlich.

Was heißt das nun im Klartext? Motivation alleine reicht in den seltensten Fällen aus, um Ziele zu erreichen, Forderungen durchzusetzen und  gute Vorsätze auch tatsächlich umzusetzen – by the way: Wie sieht es mit Ihren Vorhaben, gefasst  am Silvestertag,  aus?  Noch gar nicht angefangen oder schon wieder aufgehört?

Willenskraft ist das, was gefragt ist, um es auch wirklich zu tun. Strategisch denken und planen ist höchstens die Hälfte der Miete – der bevorzugte Aufbewahrungsort für diese in Papierform gegossenen Absichten ist die Schublade.

„Der Wille kann  Berge versetzen“ sagt der Volksmund, die Psychologen nennen diese Fähigkeit Volition. Der Wirkungsgrad des Wollens wird in der Literatur in folgenden Teilkompetenzen beschrieben:

1. Aufmerksamkeitssteuerung und Fokussierung, d.h. wie sehr sich jemand auch unter schwierigen Bedingungen auf sein Ziel konzentriert

2. Emotions- und Stimmungsmanagement  (positivity is a choice)

3. Selbstvertrauen und Durchsetzungsstärke, d.h. wie stark glaube ich daran, auch Widerstände und Probleme meistern zu können

4. Vorausschauende Planung und Problemlösung, d.h. eben keine Prokrastination, sondern pro-aktive statt reaktiver Einstellung, lieber Drivers Seat statt hinterste Bank

5. Zielbezogene Selbstdisziplin, d.h.  frühzeitig erkennen, was notwendig ist und es konsequent umsetzen.

Geht doch, oder?

 

Sympathie entscheidet

Freitag, 19. Oktober 2012
 Zwar halten 52 Prozent der Wähler Romney für den wirtschaftlich Kompetenteren; Obama kommt nur auf 43 Prozent. Aber wirtschaftlicher Sachverstand allein reicht nicht aus, um gewählt zu werden. Auch das Emotionale spielt eine wichtige Rolle – und da punktet Obama. Seine persönlichen Sympathiewerte liegen bei 54 Prozent und damit meilenweit vor Romney, den nur 31 Prozent sympathisch finden.
Die Amerikaner schätzen Obama als Familienvater, als bescheidenen, guten Menschen. Also hat Romney seine Strategie angepasst, nach dem Motto: „Wenn es nicht gelingt, an Obama vorbeizuziehen, ziehen wir Obama zu uns runter.“ Deshalb sehen wir die vielen persönlichen Angriffe in den Wahlwerbespots. Es gibt Untersuchungen, wonach acht von zehn Fernsehspots der Romney-Kampagne so genannte „negative ads“ sind. Diese Strategie hat sich in der Vergangenheit oft als sehr effektiv erwiesen und scheint auch diesmal aufzugehen: Neuesten Umfragen zufolge sind Obamas Sympathiewerte in den vergangenen Wochen tatsächlich geschmolzen“ liest man heute auf heute.de 

 „Was ein Unsympath“  – so reagieren wir häufig, wenn wir bestimmten Menschen begegnen – und suchen das Weite. Andere hingegen begrüßen wir mit offenen Armen, schenken ihnen Vertrauen und unterhalten uns mit ihnen gerne und entspannt über Gott und die Welt.  Mit bestimmten Personen können wir „Pferde stehlen“ und bei anderen „läuft es uns kalt den Rücken herunter“, wenn sie nur den Mund aufmachen. Das Zauberwort hierzu lautet „Sympathie“.

Wissen Sie, wie Sie selbst auf ihre Mitmenschen wirken? Sehen die mich als arrogante Oberzicke? Als die langweilige graue Maus von nebenan? Als den charmanten womanizer oder doch eher als den herrischen Nörgler?

Sind wir doch mal ehrlich, am liebsten wäre es uns, wenn wir von den allermeisten gemocht würden und jeder voller Begeisterung wäre, wenn wir ihm begegnen. Um das zu erreichen, verstecken wir oft unseren wahre Stimmung und setzen je nach Situation die passende Maske auf. Doch wirken wir dadurch wirklich sympathischer? Meiner Meinung  nach nicht. Wir sollten uns vor anderen Menschen nicht verstellen, sondern unsere Gefühle zeigen – ohne andere damit zu kompromittieren.

Ein Mensch der mit sich selbst zufrieden ist, zu seinen eigenen Schwächen steht, besitzt eine positive Ausstrahlung, die sich häufig in einem  Lächeln auf seinem Gesicht wieder findet. Solche Personen muss man einfach sympathisch finden!

 

63 Semester Beharrlichkeit und Ausdauer

Dienstag, 02. Oktober 2012

Wenn das keine Leistung ist, rein vom Durchhaltevermögen her:  Nach 63 Semestern und mit 61 Jahren ist Werner Kahmann nun endlich „Ingenieur für Technische Gebäudeausrüstung“. Was wohl  die Lehrinhalte von damals beim Studienbeginn 1973 mit den heutigen noch gemeinsam haben, wo es doch den Diplomstudiengang, in dem er mal begann, auch schon seit 2 Jahre in seinem Studienort Köln gar nicht mehr gibt?

Auch Cord Wöhlke, 63, Geschäftsführer der Drogeriekette Iwan Budnikowski in Hamburg, immerhin die 4. Größte in Deutschland hinter dm, Rossmann und Müller gibt auf die Frage, welche Charaktereigenschaft er am meisten schätze, an: Beharrlichkeit.

Und eine  fernöstliche Weisheit, vermutlich sehr viel älter, sagt: „Nimm Dein Versagen an und lerne Demut! Wenn du das tust, macht es dir auch nichts mehr aus, in deinem Bemühen immer wieder von vorne anzufangen.“

Heißt im Falle Kahmann, sich 3 mal zu ex- und wieder zu immatrikulieren und 68 statt der vorgeschriebenen 35 Prüfungen zu machen. Bestätigt möglicherweise auch die sogenannte  10-Jahresregel, von der Forscher und Wissenschaftler, die sich mit Spitzenleistungen beschäftigen, sprechen: So lange muss man hart arbeiten und üben, um auf einem Gebiet wirklich erfolgreich zu sein – gleich ob es sich um Unternehmensführung, Schreiben brillanter Bücher oder Entwerfen genialer Mode handelt. Und wenn es stimmt, dass es bis zur echten Gleichberechtigung der Geschlechter noch mehrere hundert Jahre dauert, kann man den Frauen dieser Welt nur zurufen: „Haltet durch, Mädels“

Graben wir sie also wieder aus, die vergessenen Tugenden Geduld, Ausdauer, Beharrlichkeit, Disziplin, Frustrationstoleranz, frei nach dem Motto: Mehr Geduld, aber bitte flott!